Der 1. Arm-Prozessor für MacBooks: Was kann der Apple M1? | visunext Blog

Der erste Arm-Prozessor für MacBooks: Was kann der Apple M1 Chip?

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Die Prozessor-Szene ist seit einigen Monaten in Aufruhr. Während jahrelang Intel und AMD den Markt für sich beherrschten, kommt Apple mit dem M1 Chip um die Ecke und kann im CPU-Vergleich punkten. Aber warum?

In diesem Beitrag machen wir einen kleinen Exkurs in die Welt der Prozessoren, blicken kurz auf die Geschichte der System on a Chips (SoCs) bei Apple und berichten über das Wichtigste zum M1 Chip.


“Arm-Prozessor” und “System on a Chip” sind für Sie Fremdwörter?
Dann sind die nächsten Abschnitte bestimmt interessant für Sie! Denn hier gibt es anschauliche Erklärungen über die Halbleiter-Arten. Außerdem erwartet Sie eine riesige Infografik über die Entwicklung von Apples SoCs der vergangenen 20 Jahre.
Wenn Sie direkt mehr über Apples M1 erfahren möchten, klicken Sie hier: Was ist der Apple M1?


Was ist ein Arm-Prozessor?

Arm-Prozessoren sind vereinfachte Hauptprozessoren (CPUs), die eine kleinere Anzahl an Computerbefehlen ausführen. Dadurch arbeiten die Prozessoren schneller und können mehrere Befehle ausführen. Dieser Aufbau nennt sich ARM-Architektur, was Advanced RISC Machines (vorher: Acorn RISC Machines) bedeutet. Dadurch ist ihr Aufbau sehr kompakt und die Prozessoren werden in kleineren Geräten, wie Smartphones, eingesetzt. Das Pendant dazu ist zurzeit der x86-Prozessor, der mit dem CISC-Befehlssatz (Complex Instruction Set Computer) funktioniert. Dieser Prozessor wird in Computern, Laptops und Notebooks eingesetzt.

Eine vereinfachte Darstellung von Arm- und x86-Prozessoren im Vergleich. Welcher Prozessor wird für welches Endgerät eingesetzt?


Wer stellt Arm-Prozessoren her?

Wer Arm-Prozessoren herstellen möchte, benötigt eine Lizenz dafür. Diese vergibt das Unternehmen Advanced RISC Machines Ltd., da diese nur die Prozessoren designen. Mit dieser Lizenz dürfen unter anderem Apple und Intel ihre Mikroprozessoren produzieren.


Welche Vorteile und Nachteile bringen Arm-Prozessoren?

Einer der Vorteile kann auch als Nachteil gesehen werden. Durch ihre geringe Leistung können Arm-Prozessoren nur in kleineren Elektronikgeräten verwendet werden. Doch hier wurde schon fleißig weiterentwickelt. Anfang 2021 wurde die Version ARMv9 vorgestellt, die mittlerweile Prozesse für Machine Learning unterstützt, mehr Sicherheit verspricht und in Servern eingebaut wird.

Das sind die Vor- und Nachteile von Arm-Prozessoren

Vorteile

Die Geräte 

  • sparen Energie.
  • haben eine längere Akkulaufzeit.
  • sind weniger hitzeanfällig.
  • haben eine höhere Performance.
  • sind schlanker und leichter im Aufbau, sodass sie für mobiles Arbeiten genutzt werden können.
  • können auf die gleichen Anwendungen zurückgreifen.
Nachteile
  • Anwendungen, die nur für x86-Prozessoren funktionieren, müssen neu programmiert werden
  • komplexere Anwendungen, die noch nicht umprogrammiert wurden, funktionieren nur mit einem Emulator
  • Emulierte Programme laufen nicht immer reibungslos


Was bedeutet System on a Chip und wo wird er verwendet?

Bei einem System on a Chip (SoC) ist der Name Programm: Auf einem Chip befinden sich mehrere Komponenten, die in Elektronikgeräten häufig einzeln verbaut werden, wie den Hauptprozessor (CPU) und Grafikprozessor (GPU). Dadurch werden lange Wege gespart, um Signale zu übertragen. So verbrauchen sie weniger Strom, bringen mehr Leistung und sind universal einsetzbar – von Smartphones bis hin zu Autos.

Eine vereinfachte Darstellung des System on a Chips (hier: Apple M1).


Die Geschichte der System on a Chips bei Apple

Die Geschichte der System on a Chips (SoCs) begann bei Apple im Oktober 2001, als Steve Jobs den ersten iPod vorstellte. Um einen kompakten und tragbaren Musikplayer zu bauen, hat Apple den ersten SoC bei PortalPlayer Inc. produzieren lassen. Anfangs trugen sie noch spärliche Bezeichnung, wie PP5002. 

Seit 2007 entwickelt Apple seine SoCs selbst (Apple Silicon) und lässt sie von Samsung produzieren. Die Chips enthielten anfangs nur wenige Komponenten, wodurch sie vorzugsweise für kleinere Geräte aus der Unterhaltungselektronik verwendet wurden, wie iPods, iPhones und iPads.

Parallel wurden MacBooks, iMacs & Co. mit Standard-Prozessoren von Intel versorgt. Wichtige Komponenten, wie den Grafikprozessor und Arbeitsspeicher wurden separat verbaut.

Fast 20 Jahre und über 30 Chips später erschien der erste SoC, den Apple für Macs entwickelt hat. Die erste Generation (M1) beinhaltet fünf Komponenten, die in größeren Geräten, wie MacBooks, iMacs, Mac mini sonst einzeln verbaut werden. Mit diesem Schritt verabschiedet sich Apple langsam von der Zusammenarbeit mit Intel.

Gespannt warten Apple-Fans auf die nächste Generation des M1-Chips (möglicherweise M1X und M2), die voraussichtlich schon 2021 und 2022 erscheinen sollen.


Was ist der Apple M1?

Der Apple M1 ist ein Arm-basierter Prozessor, der speziell für Mac-Geräte hergestellt wurde. Dieser Prozessor ist wie ein System on a Chip (SoC) aufgebaut, auf diesem mehrere Einzelteile untergebracht sind, die sonst einzeln verbaut werden. Von Apples SoCs ist der M1 die erste Generation der M-Serie und wurde im November 2020 vorgestellt.


Wie ist der Apple M1 aufgebaut?

Quelle: youtube.com / Apple Event — November 10

Der Apple M1 beinhaltet fünf Komponenten, wodurch sich der Arm-Prozessor als System on a Chip (SoC) definiert. Die Komponenten werden in Computern sonst separat verbaut und sind nun auf dem Apple M1 zu finden: 

  • CPU (Hauptprozessor)
  • GPU (Grafikprozessor)
  • T2 Security Chip
  • RAM (Arbeitsspeicher)
  • MCU (Thunderbolt Controller)

Dadurch wird Energie gespart, was zu einer längeren Akkulaufzeit führt und das System schneller arbeitet. Die weiteren Vorteile von Arm-Prozessoren haben wir oben aufgeführt: Welche Vorteile und Nachteile bringen Arm-Prozessoren?.


Wie unterscheidet sich der Apple M1 zu seinen Vorgängern?

Insgesamt ist der Apple M1 Chip mit mehr Komponenten ausgestattet, als im Vergleich mit der bisherigen A-Serie. In der Tabelle sehen Sie den Apple M1 im Vergleich mit dem A14 Bionic. Beide SoCs wurden 2020 zusammen vorgestellt, sind aber jeweils für andere Endgeräte ausgelegt.

Apple A14Apple M1
High-Performance-Cores (Firestorm)28
Energieeffizienz-Cores (Icestorm)44
Shader-Cluster48
Transistoren11,8 Milliarden16 Milliarden
Größe88,45 mm²120 mm²
Verbaut inSmartphones + TabletsComputer, Laptops + größere Tablets

Mit dieser zusätzlichen Ausstattung besitzt der Apple M1 Chip genügend Leistung, um größere Elektronikgeräte in kreative Arbeitsmaschinen zu verwandeln.


Welcher Prozessor ist besser? Apple M1 oder Intel?

Im CPU-Vergleich (Apple M1 vs. Intel Core i9-9900K) liefern sich beide Marken ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Doch bei der Rechenleistung und im Single-Core hängt der Apple M1 seinen Konkurrenten ab.

Apple M1
8-Core, 3,20 GHz
Intel Core i9-9900K
8-Core, 3,6 GHz
Cinebench R23 (Single-Core)15141284
Cinebench R23 (Multi-Core)776012450
Geekbench 5, 64bit (Single-Core)17441342
Geekbench 5, 64bit (Multi-Core)76768779
iGPU – FP32 Rechenleistung
(Einfache Genauigkeit GFLOPS)
2600461
Quelle: https://www.cpu-monkey.com/de/compare_cpu-apple_m1-1804-vs-intel_core_i9_9900k-890


Mit welchem Betriebssystem kommt der Apple M1?

Für Macs mit dem Apple M1 Chip kam 2020 das Betriebssystem macOS Big Sur raus. Es ist das erste Betriebssystem, das auch für Prozessoren funktioniert, die mit der Arm-Architektur hergestellt wurden. Das war vorher nur bei iPhones und iPads der Fall. Im Juni 2021 wurde macOS Monterey vorgestellt, das ebenfalls mit den neueren Macs kompatibel ist.


Diese 33 Programme und Apps sind mit macOS Big Sur und Apple M1 kompatibel

Viele beliebte Anwendungen sind bereits mit dem Apple M1 Chip und dem Betriebssystem macOS Big Sur kompatibel. Und es werden stetig mehr!

Sind Ihre Programme dabei, die Sie privat oder im Job nutzen? Unten finden Sie eine übersichtliche Aufstellung der beliebtesten Programme. Schauen Sie rein!

Browser

  • Chrome
  • Firefox
  • Microsoft Edge
  • Opera
  • Safari
  • Vivaldi

Büro

  • Dropbox
  • Evernote
  • Microsoft Excel
  • Microsoft OneNote
  • Microsoft Outlook
  • Microsoft PowerPoint
  • Microsoft Word

Messenger und
Videokonferenz-Tools

  • Slack
  • Telegram
  • Zoom
  • TeamViewer

Wie der Apple M1 Ihre Arbeit produktiver gestalten kann, haben wir im vergangenen Beitrag erklärt:
Der Apple M1 Chip: So arbeiten Designer, Fotografen & Co. noch effizienter

Grafik- und Bildbearbeitungsprogramme

  • Adobe InDesign
  • Adobe Lightroom
  • Adobe Photoshop
  • Adobe Illustrator
  • Affinity Designer 
  • Affinity Publisher
  • Clip Studio Paint
  • Figma 
  • Sketch

Videoprogramme

  • Blender
  • Camtasia
  • Cinema 4D
  • DaVinci Resolve
  • Final Cut Pro
  • iMovie
  • VLC

Stand: 21.07.2021, ohne Gewähr. Weitere Programme und die aktuellen Optimierungen können Sie hier nachsehen: https://isapplesiliconready.com/de


In welchen Apple Geräten ist der Apple M1 verbaut?

Der Apple M1 ist im November 2020 zusammen mit folgenden Produkten erschienen:

MacBook Air 13“ (3. Generation) Mac mini (5. Generation) MacBook Pro 13” (5. Generation)
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2021 hat Apple diese Produkte auf den Markt gebracht:

iMac 24” (9. Generation) iPad Pro 12,9″ (5. Generation) iPad Pro 11″ (3. Generation)
Mehr erfahren Mehr erfahren Mehr erfahren


Wann kommen die Nachfolger des Apple M1 Chips und wie heißen sie?

Apple kommt jährlich mit Neuerungen um die Ecke. So munkelt man bereits, dass die nächste Weiterentwicklung des M1 Chips Ende 2021 erscheinen soll.

Der verbesserte M1X soll dann im neuen MacBook 14” und MacBook 16” zum Einsatz kommen, um die Trennung von Intel weiter fortzusetzen. Dabei sollen die MacBooks auch in einem neuen Look auftreten.
Die nächste SoC-Generation der M-Serie ist frühestens für 2022 geplant. Dabei spricht man von dem M2 Chip, der im nächsten MacBook Air eingesetzt werden soll. Hier vermutet man auch, dass dieses in verschiedenen Farben rauskommen soll, so wie es aktuell beim iMac 24” zu sehen ist.


Aktuelle Apple M1 Produkte bei visunext

Ob MacBook oder iMac – bei uns im Onlineshop finden Sie die aktuellen Apple Geräte mit dem M1 Chip. Sollten Sie Fragen zu den einzelnen Produkten haben, stehen Ihnen unsere Kundenberater gerne zur Verfügung.


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Quellen

Mandy
Mandy
Als Junior Content Managerin unterstützt sie die Autoren bei der Realisierung ihrer Blogbeiträge. Schwingt sie selber mal die Feder, berichtet sie hier über Produktnews, wie neue Konferenzsysteme, Branchennews und vieles mehr. www.visunext.de

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