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EM Blog Part 4:

Der Weg zum optimalen Stadion-Sound

In den letzten Wochen haben wir uns damit beschäftigt die passenden Beamer und Leinwände für die EM 2016 zu finden. Heute möchten wir Ihnen das Thema Sound näherbringen, denn was ist ein Fußball Abend ohne eine entsprechende Stadion-Atmosphäre? Fangesang im Hintergrund, die Geräusche der Spieler und ein enthusiastischer Sprecher, der direkt aus dem Center kommt. Das ist eine Soundlandschaft, die nur mit einem gut klingenden 5.1 System realisiert werden kann. Entweder mit einem Komplettset oder mit einem zusammengesetzten System aus AV-Receiver und darauf abgestimmten Lautsprechern. Analog zu Kinofilmen hat der Sound auch beim Sport einen großen Einfluss auf das Erlebnis. Mittlerweile werden alle Fußballspiele in Dolby Digital 5.1 übertragen. Mit diesem Codec, der von allen AV-Receiver unterstützt wird, ist es möglich, einen differenzierten Stadion Sound zu erzeugen.

Dabei gilt es natürlich einiges zu beachten, daher stellen wir Ihnen im Folgenden sinnvolle Audio Lösungen vor.

AV-Receiver: Zentrales Audio und Video Element

Ein AV-Receiver ist hauptsächlich für die Verstärkung des Audiosignals verantwortlich. Darüber hinaus ist er aber auch das zentrale Element im Wohnzimmerheimkino, bei dem alle Signale ankommen. Hier werden Quellen wie Sat/ Receiver, Gaming Konsolen oder Blu-ray Player angeschlossen und diese dann an Ausgabegeräte wie Beamer oder Fernseher und natürlich Lautsprecher ausgegeben.
Wertigere Geräte haben oftmals einen zweiten HDMI Ausgang, sodass man einen Beamer und Fernseher parallel anschließen kann. Einer dieser beiden HDMI Ausgänge ist dann ARC fähig, sodass der Ton des integrierten Sat/ Receivers über nur ein Kabel wieder zurück geführt werden kann.
Das Thema Vernetzung spielt immer eine große Rolle. Über das Netzwerk können aktuelle Firmware Updates eingespielt werden, Musik von einem NAS Laufwerk gestreamt werden und die meisten AV-Receiver stellen unzählige Internet Radiostationen zur Verfügung. Jetzt fragt man sich vielleicht, was das mit Fußball zu tun hat? Man kann beispielsweise in den Spielpausen einfach und bequem Musik oder einen alternativen Kommentar hören. Besitzer von Apple Geräten wird es freuen, dass immer mehr Geräte AirPlay fähig sind, mit denen sich iPads und Co bequem einbinden lassen. Unabhängig davon lässt die große Rechenleistung eines modernen AV-Verstärkers noch wesentlich mehr zu als die Zuweisung sämtlicher Bild- und Tonquellen. So ist es heute mit einem Gerät bereits möglich, den Hörraum vollständig einzumessen, das exakte Lautsprechersetup durchzuführen und virtuelle Räume für unterschiedliche Audiosignale zu schaffen. Ein spezielles Einmess Mikrofon wird dann mitgeliefert. Für einen perfekten Stadion Sound ist eine Einmessung extrem wichtig, dass es sonst bei den Fangesängen zu einem unangenehmen Phasing Effekt kommen kann.

Getrennte Vor- und Endstufe?

Ein AV-Receiver ist eine Kombination aus einer Vor- und Endstufe, also einem Vollverstärker mit integrierter Vorstufeneinheit. Bei großen Heimkinos sind getrennte Kombinationen aus einer separaten Vor- und Endstufe durchaus sinnvoll. Sie bieten z.B. eine maximale Flexibilität und Investitionssicherheit, denn man kann die Vorstufe einfach durch eine Neue ersetzen, wenn sie nicht mehr dem aktuellen Stand entspricht. Diese Flexibilität und Erweiterbarkeit hat allerdings seinen Preis. Auch ist der Aufwand für die Installation, Abstimmung und Einmessung um ein Vielfaches höher, lässt aber für ambitionierte Heimkinobesitzer auch mehr Spielraum zu. Wer sich durch einen HighEnd Beamer das perfekte Bild schafft, der sollte ruhig mal über die Möglichkeit einer getrennten Vor- und Endstufe nachdenken. Ein Wohnzimmerheimkino Besitzer greift am besten zu einem herkömmlichen AV-Receiver. Das ist für den perfekten EM Sound auch völlig ausreichend.

5.1 oder 7.1 Surround?

Ein Stadion-Sound verlangt geradezu nach einem 5.1 oder 7.1 System. Wie sonst sollte man die eindrucksvollen Fan-Gesänge ins heimische Wohnzimmer transportieren? Ein 5.1-Kanal-Set bietet bereits ein hervorragendes Heimkinoerlebnis. Wer viel Platz hat und den hinteren Hörbereich noch intensiver erleben will, der greift zu einem 7.1 System. Dabei kommt es auch auf die Raumgröße an: je kleiner der Raum und je weniger Zuhörer, desto eher sollte man mit einem 5.1 Setup auskommen. Bei mittleren bis größeren Räumen und einem größeren Publikum von 10-20 Personen macht eine 7.1 Surround Anlage durchaus Sinn.

Ein echtes 7.1 Signal wird von den Fernsehsendern noch nicht geliefert und ist lediglich auf manchen Blu-ray Filme vorhanden, so dass in diesen Fällen das 5.1 Signal durch interne Prozessoren zu einem 7.1 Signal aufbereitet wird. Wenn Sie sich einen 7.1 AV-Receiver zulegen möchten und selbst nur ein 5.1 System ansteuern, dann kann man bei den meisten AV-Receivern die ungenutzten beiden Endstufen für den so genannten Bi-Amping Betrieb nutzen. Im Bi-Amping Betrieb werden die Höhen- und Bassanteile der Frontlautsprecher aufgesplittet und mit mit je zwei Endstufen angesteuert. Das geht natürlich nur, wenn die beiden Frontlautsprecher auch dafür vorbereitet sind. Im Endeffekt sind hier viel mehr Leistungsreserven vorhanden, was sich in einem dynamischeren Sound wiederspiegelt. Ideal für einen dynamischen Stadion-Soundtrack!

Einmessen

Die meisten Systeme bieten ein Raumoptimierungsprogramm an, um die Lautsprecher an die jeweiligen akustischen Verhältnisse anzupassen. Damit können Sie Laufzeiten ausgleichen und die Lautstärke der Lautsprecher anpassen. Bekanntester Hersteller ist hier die Firma Audyssey, deren Programm in unterschiedlichen Ausführungen verbaut wird. Pioneer hat das eigene MCACC Verfahren und Yamaha seine YAPO Technologie in den Receivern an Bord. Onkyo hat mittlerweile ein eigenes Verfahren Namens AccuEQ entwickelt, setzt bei den höherwertigen AV-Receivern aber noch auf den Spezialisten Audyssey.

Obwohl jedes Programm eine deutliche Aufwertung des Sounds ermöglicht, unterscheiden sie sich doch im Detail. Jedes Programm hat seine Vor- und Nachteile und unterscheidet sich beispielsweise in der Filtergenauigkeit, Anzahl der Einmesspunkte oder der Möglichkeit, nachträglich die Equalizereinstellungen zu beeinflussen. Der eigentliche Einmessvorgang läuft vollautomatisch ab und ein Assistent führt den Nutzer bequem durch das Programm. In der Einmessphase wird neben der Anzahl der vorhandenen Lautsprecher eine filtergestützte Raumentzerrung durchgeführt, mit der problematische Frequenzen ausgelöscht oder zumindest gemindert werden. Wenn die Laufzeiten der Lautsprecher nicht perfekt eingemessen sind, kann es gerade bei den Fangesängen zu unangenehmen Phasen Effekten kommen. Daher macht eine Einmessung auch für den optimalen Stadionsound Sinn!

Der Raum macht den Sound

Selbst die beste Technik nutzt wenig, wenn der Raum nicht optimal für die Wiedergabe von Audio vorbereitet ist. Damit im Wohnzimmer oder Heimkino eine transparente, detailreiche Klangfarbe und ein toller Stadionsound erzielt werden können, sollten Sie bei der Einrichtung des Raumes einiges beachten. Dabei können schon mit einfachsten Mitteln gute Ergebnisse erzielt werden!

Bei der Beschaffenheit des geplanten Heimkinoraumes, bei der Wahl der Lautsprecher und deren Aufstellung sowie der Hörposition sollten Sie die folgende Punkte berücksichtigen: Analog zu einem Heimkino Raum, der möglichst dunkel sein sollte, um das beste Bild zu liefern, ist die Nachhallzeit in der Akustik der entscheidende Faktor. Eine genaue Zeitvorgabe für die Nachhallzeit in einem Heimkino gibt es nicht. Der Rahmen für die Nachhallzeit von 200Hz bis 8kHz kann aber mit zu hallig (über ca. 0,5s) und zu trocken (unter 0,2s) beschrieben werden. Zu halligen Räumen kann man schnell entgegenwirken, zum Beispiel mit einem Teppichboden, Vorhängen oder vielen Möbeln. Auch das Aufstellen von Pflanzen kann die Akustik verbessern. Letztes Mittel bei akustisch ungünstigen Räumen stellen professionelle Absorber Elemente und Helmholtzresonatoren (Bassfallen) dar.

Ist der Raum einigermaßen optimiert, dann sind hochwertige Komponenten noch keine Sicherheit für einen gelungenen EM Sound. Der Klang wird letztendlich durch die Lautsprecher ausgegeben und diese sollten möglichst homogen zusammen gestellt werden. Die Positionierung der Lautsprecher spielt ebenfalls eine große Rolle, denn ein Einmessverfahren stößt bei falscher Aufstellung an seine Grenzen. Deshalb sollten der Wahl der Lautsprecher und deren Aufstellung ein hoher Stellenwert beigemessen werden. Besonders bei Fußballübertragungen ist eine Sprachverständlichkeit sehr wichtig. Diese wird immer über den Centerlautsprecher erreicht. Ein guter Test zur Bewertung der Sprachverständlichkeit ist, wenn der Sprecher von der Position des Centers spricht, während sich die anderen – ihm zugewandt – im Raum auf den verschiedenen Sitzplätzen des Heimkinos unterhalten. Hierbei sollte der Raum nicht hallig sein. Bei zu gedämpften Räumen mit zu kurzer Nachhallzeit klingen die Stimmen dagegen zu gedämpft und man muss bei einer Unterhaltung mehr Energie als sonst aufwenden.

Multiroom

Die EM lädt natürlich gerade dazu ein bei schönem Wetter mit seinen Freunden draußen zu schauen. Doch wie bekommt man den Sound nach draußen? Natürlich möchte man nicht die sorgsam eingemessene Surround Anlage abbauen und draußen aufstellen. Die Lösung ist hier die 2nd Zone oder Multiroom Funktion der Receiver, mit der man ein Stereo Lautsprecher Paar unabhängig von der Hauptzone betreiben kann. Damit wird dann der Ton des Sat/Receivers gut übertragen. Hierzu benötigt man ein Stereo Lautsprecher Paar und entsprechend lange Lautsprecherkabel. Oftmals kann man auch ein Paar aktive Lautsprecher als Second Room Ausgabe anschließen.

Unsere Top 5 Spieler

Mittlerweile gibt es recht viele AV-Receiver im Programm der Hersteller. Um Ihnen die Auswahl zu erleichtern und damit Sie schnell zu einem guten Sound kommen, stellen wir Ihnen fünf Geräte vor. Die ausgewählten AV-Receiver befinden sich alle im mittleren Preissegment, bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und sind dabei reich ausgestattet. Ein AV-Receiver bildet eine geschlossene Einheit aus Vor- und Endverstärker. Zusätzlich benötigen Sie noch entsprechende Lautsprecher, die sie hier bei uns im Shop finden. Wenn Sie Fragen dazu haben, dann kontaktieren Sie uns gerne.
Mit seiner exklusiven Natural Sound Processing (NSP) überzeugt der AVR 161S mit einem satten, raumfüllenden Klang. Und das völlig unabhängig von der genutzten Eingangsquelle.
Eine weitere Innovation ist das EZSet/EQ III Einmessprogramm. Es funktioniert im Prinzip wie die anderen Verfahren, legt aber großen Wert auf flexible Equalizer Einstellungen. Auch hier kalibriert das System automatisch die Lautsprecher und optimiert somit die Raumakustik. Wie Eingangs erwähnt, verfügt der AV-Receiver AVR 161S über eine hohe Leistung. Diese setzt sich aus 5 x 85 Watt zusammen. Das ist mehr als ausreichend für Leistung für ein mittleres Wohnzimmerheimkino. Der Verstärker besitzt nach wie vor die bewährte Harman Kardon Hochstromfähigkeit.
Mit dem Dolby Atmos Surround-Sound-Decoder kann man den Sound von Oben genießen. Diese Technik ist natürlich vorrangig für Blu-rays gedacht, kann aber auch für die EM sinnvoll genutzt werden. Mit dem Dolby Atmos Upscaler lassen sich so einmalige Surround Kulissen schaffen. Mehr Stadionatmosphäre geht wirklich nicht.
Über ein kostenfreies Firmware-Update wird dem NR1606 die Fähigkeit verleihen, DTS:X-Soundtracks wiederzugeben, die ebenfalls einen dreidimensionalen Klangraum erzeugen. Auch hier gibt es einen Upscaler, um so dem EM Sound noch mehr Räumlichkeit zu verleihen. Mit seinen 8 HDMI Eingängen sollten alle vorhandenen Zuspieler angeschlossen werden können. Er unterstützt auch 4K Ultra HD-Inhalte bei voller Bildrate 60 Hz, 4:4:4 Pure Color. Dies (Subsampling- und 21:9-Video-Passthrough). Damit ist er bestens für die Zukunft ausgestattet. Sein Verstärker arbeitet mit 7 diskreten Kanälen und besitzt einen Eco-Modus. Die Nennleistung beträgt 50 Watt pro Kanal (20 Hz – 20 kHz, 0,08% THD, 8 Ohm) und ist ideal für mittlere EM Wohnzimmerheimkinos, zumal ja Fußballübertragungen nicht allzu laut gehört werden. Zu seinen weiteren Features gehören noch das Audyssey MultEQ Einmessverfahren, duale Subwooferausgänge und neueste Surroundtechnologien.
Im Gegensatz zu einigen Konkurrenzprodukten, die mit zweitklassigen digitalen IC-Verstärkerschaltungen ausgestattet sind, verfügt der TX-SR252 über echte analoge Verstärkerschaltungen mit diskreten Endstufen.
Bei der Wiedergabe der Tonformate gibt er sich besonders flexibel, denn er dekodiert Dolby TrueHD und DTS-HD Master Audio. Darüber hinaus hat er 192-kHz/24-Bit-DA-Wandler für alle Kanäle und gibt auch SACDs via HDMI (2,8 MHz, 2 Kanäle) wieder. Die Anschlüsse für Lautsprecher und externe Geräte auf der Rückseite sind markiert und deutlich beschriftet und runden damit die guten Eigenschaften des AV-Receivers ab.
Yamaha bietet natürlich auch eine App an, die es besonders in sich hat, denn kein anderer Hersteller hat so viele Möglichkeiten zur Anpassung des Klangs integriert.
Natürlich unterstützt er auch die hochauflösenden Hochbit Tonformate wie Dolby TrueHD und DTS-HD Master Audio. Weitere Formate sind DTS Neo:X und Audyssey DSX mit zusätzlichen Höhen- oder Breitenlautsprechern, die für ein noch authentischeres EM-Klangerlebnis sorgen.
Die Einmessung geschieht mit der höchsten Ausprägung von Audysseys Verfahren: Audyssey MultEQ XT 32-Raumkalibrierung (Pro Ready) mit Sub EQ HT und LFC passt optimal die Lautsprecher auf die gegebenen Räumlichkeiten an. Der Denon bietet insgesamt 8 HDMI-Eingänge und 3 HDMI-Ausgänge. Damit lassen sich nicht nur alle möglichen Zuspieler anschließen, man kann auch einen Beamer und einen Fernseher gleichzeitig betreiben. Der dritte HDMI Ausgang ist dann fürs Multiroom vorgesehen. Der erweiterte Videoprozessor kann sowohl 4K Ultra HD mit 50/60 Hz, als auch 4:4:4 Pure Color 4K Passthrough verarbeiten. Er ist auch in der Lage minderwertig aufgelöstes Material nach 4k zu skalieren. Abgerundet wird der AVR-X7200WA durch die erweiterten Multi-Zone- und Vorverstärkeroptionen sowie die benutzerdefinierten Installationsmöglichkeiten, die das Gerät zur flexiblen Schaltzentrale machen.

Fazit

Mit den beiden neuen Projektoren holt Epson gegenüber der DLP Konkurrenz deutlich auf. Dabei verbinden der Epson TW7000 und der Epson TW7100 die bewährten Features, mit denen die Vorgängermodelle bisher schon aufgetrumpft haben, mit der 4K-Enhancement Technologie. Damit werden Sie besonders die 4K-Fans ansprechen, die auf die Eigenschaften seitens der Optik angewiesen sind. In unserem Epson EH-TW7000 Test sowie dem Epson EH-TW7100 Test war die Firmware anscheinend noch nicht auf dem endgültigen Stand, da sich nicht alle Menüpunkte nutzen ließen. Wir sind gespannt, wie es aussieht, wenn die Geräte gelauncht werden und wir uns die Projektoren “out oft the box” anschauen können.

Der erste Eindruck war auf jeden Fall positiv und lässt auf einen stärkeren Konkurrenzkampf im Bereich der 4K-Beamer hoffen. Wir bleiben am Ball!
Tobias Berg und Oliver Stenzel - Ansprechpartner im Einkauf  und im Sales - schreiben auf Glasscheibe

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