Was macht ein Professional Display aus?

Als spezialisierte Anzeigemedien machen Displays Informationen überall dort sichtbar, wo Menschen zusammenkommen: am Point of Sale, an Verkehrsknotenpunkten und in interaktiven Konferenzräumen. Sie sind das zentrale Element für moderne Kommunikation und Zusammenarbeit in Unternehmen.

Inhalt

Wichtige Eigenschaften bei Displays

Auflösung, Größe und Formate

Die Bildauflösung ist entscheidend für die Qualität der Darstellung. Die Wahl der passenden Auflösung hängt dabei immer auch vom Format und der Displaygröße ab. Das 16:9-Format ist der Standard und kommt bei allen Displaygrößen von 10 Zoll bis hin zu 100 Zoll und mehr zum Einsatz. Die 4K-Auflösung (3480 x 2160 Pixel) ist heute der Standard für professionelle Displays, um Details in Tabellen oder Präsentationen auch aus der Nähe gestochen scharf darzustellen. Full HD (1920 x 1080 Pixel) wird dagegen vor allem in kleinen Displays oder für Videowalls verwendet. Für spezielle Anwendungsfälle sind oft Sonderauflösungen erforderlich: Eine 5K-Auflösung im 21:9-Format (5120 x 2160 Pixel) bietet beispielsweise den nötigen Platz für Microsoft Teams Front Row. Auch eine 8K-Auflösung kommt in einigen Anwendungsfällen zum Einsatz, während gestreckte Auflösungen bei schmalen Stretch-Displays, beispielsweise für Regale, verwendet werden.

Typische Bilddiagonalen bei Displays:
 
Bilddiagonale in Zoll
Bilddiagonale in Zentimeter
32”81 cm
42”107 cm
55”140 cm
65”165 cm
75”191 cm
85”216 cm
98”249 cm

Alle Displays nach größe

Kontrast

Das Kontrastverhältnis gibt das Verhältnis zwischen dem dunkelsten und dem hellsten Punkt eines Bildes an. Ein hoher Kontrast sorgt für lebendige und scharfe Bilder. Bei den meisten Displays liegt der Kontrast im vierstelligen Bereich. Üblich sind beispielsweise die Werte 3.000:1 und 5.000:1. 
Generell sind viele Displays in Bezug auf den Kontrast vergleichbar gut. Sowohl Displays mit einem Kontrast von 3.000:1 als auch Displays mit einem Kontrast von 5.000:1 zeigen ein sehr ähnliches, solides Bild.

Helligkeit

Die Helligkeit, auch Leuchtdichte genannt, wird in Nits oder cd/m² gemessen. Sie bestimmt maßgeblich, wie gut die Inhalte auf dem Display auch bei starkem Umgebungslicht zu sehen sind. Während Fernseher oft nur bis zu 250 Nits bieten, liegen professionelle Indoor-Lösungen bei 350 bis 700 Nits, um in Büros oder Lobbys eine klare Lesbarkeit zu bieten. Bei starkem Tageslichteinfall, in Schaufenstern oder im Außenbereich sind High-Brightness-Displays mit 1.500 bis 3.500 Nits erforderlich, um auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut lesbare Inhalte zeigen zu können. Eine hohe Leuchtkraft verbessert zudem die Farbtiefe und Brillanz von HDR-Inhalten. Intelligente Sensoren passen die Helligkeit automatisch an das Umgebungslicht an.


Bilddiagonale in Zoll
Bilddiagonale in Zentimeter
ca. 350-450 cd/m²Räume mit steuerbaren Lichtverhältnissen
ab 500 cd/m²
Normale Umgebungslichtverhältnisse im Innenbereich
ab 700 cd/m²Starkes Umgebungslicht, aber keine direkte Sonneneinstrahlung
ab 1.500 cd/m²
Umgebungen mit direkter Sonneneinstrahlung

Laufzeit

Die Laufzeitfreigabe definiert die tägliche Belastbarkeit eines Displays und wird in Stunden pro Tag angegeben (zum Beispiel 16/7 oder 24/7). Im Gegensatz zu Consumer-TVs sind Professional Displays durch industrielle Komponenten und aktive Kühlung für den Dauerbetrieb optimiert. Während 16/7-Modelle den Standard für Büros, Schulen und den Einzelhandel bilden, sind 24/7-Systeme für Leitstellen, Bahnhöfe oder DOOH zwingend erforderlich. Um Garantieverluste, Einbrenneffekte oder Hardwareausfälle zu vermeiden und die Displays langfristig nutzen zu können, ist es wichtig, die Laufzeitangabe der Hersteller nicht zu überschreiten.

Anschlüsse

Die Anschlussvielfalt ist eines der wichtigsten Merkmale, durch das sich professionelle Displays von Consumer-Geräten unterscheiden. Vielfältige Anschlüsse ermöglichen nicht nur das Anschließen diverser Zuspielgeräte, sondern auch die Integration in Firmennetzwerke und die Verwaltung großer Display-Flotten aus der Ferne. Im Folgenden werden die wichtigsten Schnittstellen und ihre Funktionen erläutert. 
  • HDMI: Der bewährte Standard zur Übertragung von hochauflösendem Video und Audio von Laptops, Mediaplayern oder PCs. 
  • DisplayPort: Eine leistungsstarke Alternative zu HDMI, die via Daisy-Chaining das Hintereinanderschalten mehrerer Monitore für Videowalls erlaubt. 
  • USB-C: Die moderne All-in-One-Lösung, die Bild, Ton und Daten über ein einziges Kabel überträgt, den Laptop gleichzeitig laden kann und als Rückkanal für Touch-Signale dient. 
  • LAN (RJ45): Verbindet das Display direkt mit dem Netzwerk, um Inhalte zentral zu verwalten und IT-Administratoren die Fernsteuerung zu ermöglichen. 
  • RS-232C: Eine serielle Schnittstelle zur präzisen Steuerung des Displays über Mediensteuerungen, um Geräte automatisiert ein- und auszuschalten oder Statusberichte abzurufen. 
  • USB-A & USB-B: Während USB-A für das Abspielen von Medien von USB-Sticks genutzt wird, überträgt USB-B bei interaktiven Displays die Berührungssignale an den angeschlossenen Computer. 
  • OPS-Slot: Ein standardisierter Einschubschacht für kompakte PCs, der das Display ohne externe Kabelwege in einen autarken All-in-One-Computer verwandelt. 
  • Drahtlose Schnittstellen: Ermöglichen das kabellose Spiegeln von Bildschirminhalten direkt vom Smartphone oder Tablet. Beispiele sind AirPlay und Miracast. 
Diese Anschlüsse machen das Display insgesamt zu einem flexiblen Werkzeug, das weit über die reine Bildwiedergabe hinausgeht. Es lässt sich perfekt in moderne Arbeits- und Kommunikationsumgebungen integrieren.

Haze

Das Haze-Level beschreibt bei Displays das Streuverhalten von Licht auf der Displayoberfläche. Je höher der Haze-Wert, desto stärker werden Spiegelungen minimiert. Eine hohe Mattierung kann allerdings auch zum Verlust von Kontrast, Schärfe und Farbdarstellung führen. Daher sollen zusätzliche Beschichtungen des Displays dafür sorgen, dass Kontraste und Schwarzwerte trotz Mattierung erhalten bleiben. 
Der Entspiegelungsgrad eines Displays wird in Prozent angegeben. Bei 0 % Haze ist das Display komplett glänzend und reflektiert Lichtquellen wie ein Spiegel. Displays mit 1 bis 15 % Haze sind leicht entspiegelt, bei direktem Lichteinfall aber oft nicht gut ablesbar. Ein idealer Kompromiss liegt in der Regel bei 25 bis 28 %, da hier Reflexionen minimiert werden, ohne die Bildschärfe merklich zu beeinträchtigen. Derzeit liegt der Höchstwert bei einem Haze-Level von 44 %.

Touch

Die Touch-Funktion eines Displays ermöglicht die direkte Bedienung von Programmen wie auf einem großen Tablet. Dadurch werden kollaborative Zusammenarbeit in Unternehmen, dynamischer Unterricht in Schulen und interaktive Self-Service-Anwendungen am Point of Sale möglich. Moderne Touch-Technologien werden ständig weiter optimiert, um das Schreibgefühl auf Displays zu verbessern. Häufig kommt eine von zwei Technologien zum Einsatz: Infrarot-Touch (IR) ist der schnelle Standard für interaktive Zusammenarbeit, während kapazitiver Touch (PCAP) ein Smartphone-ähnliches Erlebnis bietet, in der Regel aber teurer ist.

Panel-Art

Es gibt verschiedene Panel-Arten, die in Displays zum Einsatz kommen. Am stärksten durchgesetzt haben sich jedoch die LCD-Panels (Liquid Crystal Display) mit der IPS-Technologie. Im Vergleich zu TN-Panels, die eher in Monitoren verwendet werden, zeichnen sich IPS-Panels durch einen hohen Kontrast, Farbtreue und vor allem durch eine sehr gute Blickwinkelstabilität aus. Daneben gibt es auch Technologien, die bei professionellen Displays noch nicht weit verbreitet sind. Ein Beispiel ist die OLED-Technologie: Durch selbstleuchtende Pixel, die komplett abgeschaltet werden können, wird ein starkes Kontrastverhältnis erzielt.

Montage

Professionelle Montage-Lösungen bieten Flexibilität für den Einsatz von Displays. Dabei ist insbesondere die VESA-Norm zu berücksichtigen. Die VESA-Norm beschreibt den horizontalen und vertikalen Abstand der Bohrlöcher in Millimetern. Ein Beispiel ist die VESA-Norm 200 x 100 oder 600 x 400. Um eine optimale Montage zu gewährleisten, müssen die Norm des Displays und der Halterung übereinstimmen.
Flexible Display Wandhalterung

Wandhalterungen

Bei den Display Wandhalterungen haben Sie die Wahl zwischen starren und beweglichen Halterungssystemen. Letztere sind besonders praktisch für Räume mit wenig Platz. Das Display kann bei Bedarf in die passende Position gebracht und anschließend wieder in die dezente Ausgangsposition zurückbewegt werden.
Display Deckenhalterung

Deckenhalterungen

Deckenhalterungen ermöglichen eine einfache Installation an der Decke. Dank ihres stabilen Aufbaus bieten sie auch schweren Displays genügend Halt. Diese Montageart wird vor allem im öffentlichen Bereich bevorzugt. Die Displays werden einerseits an einer für alle sichtbaren Stelle zentral aufgehängt und sind andererseits durch die hohe Lage deutlich besser vor Vandalismus geschützt.
Mobiler Display Rollwagen

Standfüße und Rollwagen

Man unterscheidet hier zwischen mobilen Rollwagen und stationären Displayständern. Bei beiden Montagearten kann eine Höhenverstellung vorhanden sein. Damit lässt sich die Höhe des Displays sehr bequem an die Körpergröße anpassen, beispielsweise für Meetings im Stehen oder Sitzen. Mobile Displayrollwagen können innerhalb eines Raums oder flexibel zwischen mehreren Räumen verschoben werden. Stationäre Displayständer sind hingegen für die Nutzung an einem festen Standort gedacht.
Höhenverstellbare Displayhalterung

Pylonensysteme

Pylonensysteme sind eine geeignete Lösung für die flexible Höhenverstellung, insbesondere in Bildungseinrichtungen. Dabei können die Displays wie eine klassische Tafel manuell oder elektrisch hoch- und runtergefahren werden. Optional lassen sich Pylonensysteme mit Tafelflügeln kombinieren, um sowohl digitale als auch analoge Schreibflächen zu bieten.

Kategorien von Displays

Grundlegend können Displays in drei übergeordnete Kategorien unterteilt werden. Ferner lassen sich die Displays granularer nach den Anwendungsfeldern, für die sie optimiert sind, unterteilen. Die drei Oberkategorien sind:
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Interaktive Touch Displays

Interaktive Touch Displays sind eine zentrale Kollaborationslösung für moderne Meeting- und Schulungsräume. Sie verfügen über eine berührungsempfindliche Oberfläche, die mehrere gleichzeitige Touchpunkte unterstützt. Dadurch können mehrere Personen gleichzeitig schreiben oder navigieren. Um eine natürliche Haptik zu erzeugen, sind diese Displays häufig mit entspiegeltem Glas mit matter Oberfläche ausgestattet. Viele Modelle bieten integrierte Whiteboard-Anwendungen für Brainstormings oder den digitalen Unterricht. Auch das drahtlose Spiegeln von Inhalten externer Endgeräte wie Laptops oder Tablets ist bei vielen Touch Displays möglich. Dank spezieller Steckplätze für OPS-PCs lassen sich die Displays zudem um eine vollwertige Betriebssystem-Oberfläche erweitern.
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Non-Touch Displays

Non-Touch Displays, auch Professional-Signage-Displays genannt, sind speziell für die kontinuierliche Wiedergabe von Informationen, Präsentationen und Werbung konzipiert. Im Unterschied zu herkömmlichen TV-Geräten sind sie für lange Laufzeiten von bis zu 24 Stunden am Tag ausgelegt. Eine hohe Leuchtdichte gewährleistet, dass die Inhalte auch in lichtdurchfluteten Umgebungen wie hellen Meetingräumen, Foyers oder Schaufenstern gut lesbar sind. Viele Geräte nutzen die System-on-Chip-Technologie. Diese ermöglicht das Abspielen von Medieninhalten über einen integrierten Mediaplayer, ohne dass externe Hardware benötigt wird. In Kombination mit drahtlosen Präsentations- oder Videokonferenzsystemen können die Displays für hybride Meetings verwendet werden.
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Videowall Displays

Videowall Displays sind so konzipiert, dass sich mehrere Geräte zu einer Gesamtanzeige verbinden lassen. So ergibt beispielsweise eine 2x2-Anordnung von vier 55-Zoll-Displays eine 110 Zoll große Bildfläche. Um die Stege zwischen den einzelnen Bildteilen möglichst gering zu halten, haben Videowall Displays im Vergleich zu anderen Displays sehr schmale Rahmen. Für eine möglichst einfache Verkabelung nutzen Videowalls die Daisy-Chain-Technologie. Dabei wird das Bildsignal per Kabel nur an eins der Displays gesendet. Da die Displays untereinander verbunden sind, wird das Bildsignal von Gerät zu Gerät weitergereicht. Eine integrierte Steuerungslogik stellt sicher, dass jedes Display automatisch den richtigen Bildausschnitt für seine Position im Raster darstellt. Oft werden die Displays mithilfe professioneller Kalibrierungstools abgerundet, um eine einheitliche Farb- und Helligkeitswiedergabe über die gesamte Wand zu ermöglichen. Ebenso sind modulare Montagesysteme verfügbar, die sowohl die Installation als auch spätere Wartungsarbeiten vereinfachen.

Alternativen für Displays

Je nach individuellem Anwendungsbereich und gewünschter Bildgröße bieten innovative Alternativen flexiblere oder leistungsstärkere Lösungen. Ob für beeindruckende Präsentationen im Business-Umfeld, kreative Großprojekte oder das perfekte Heimkino-Erlebnis in den eigenen vier Wänden – wir zeigen Ihnen die wichtigsten Unterschiede und Vorteile von LED Walls, Beamern und Fernsehern.

LED Walls

Für großformatige Bildflächen sind LED-Walls die erste Wahl, da sich damit Bilddiagonalen von deutlich über 100 Zoll realisieren lassen. Sie überzeugen durch homogene Bildflächen ohne sichtbare Unterbrechungen bei gleichzeitig sehr hoher Helligkeit, brillanten Farben und langer Nutzungsdauer. Der modulare Aufbau von LED Walls ermöglicht die individuelle Konfiguration und damit auch die Realisierung kreativer Formen, die sich von den klassischen Formaten unterscheiden.
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Beamer

Die klassischen Beamer eignen sich für viele flexible Anwendungen. Mit ihnen sind nicht nur große Bilddiagonalen, sondern auch kreative Projektionen wie Mapping auf Kugeln oder in Kuppeln möglich. In Konferenzräumen oder Bildungseinrichtungen kann die Projektionsgröße flexibel an die vorhandene Fläche angepasst werden. Im privaten Bereich werden Beamer für Heimkinos oder für großformatige Projektionen im Wohnzimmer genutzt.
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Ein helles, gemütliches Wohnzimmer mit großem Fernseher an der Wand, der eine ruhige Naturszene zeigt, flankiert von einer Holzverkleidung und weichen Möbeln, durchzogen von indirektem Beleuchtungsdesign.

Fernseher

Für die private Anwendung zu Hause kommen statt professioneller Displays klassische Fernseher zum Einsatz. Die Geräte sind mit Features wie HDR, Dolby Vision, einem Gaming-Modus und Ambient Light für die Nutzung im Wohnzimmer optimiert. Dank der integrierteten Streaming-Dienste Netflix und Amazon Prime können Sie direkt alle Ihre Lieblingsfilme und -serien schauen.
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Drei Kopfporträts von lächelnden Personen in runden Rahmen. Von links nach rechts sind zu sehen: ein Mann mit dunklem Bart und kurzgeschnittenem Haar, der ein weißes Polohemd trägt; eine Frau mit Brille und langen braunen Haaren, die ein dunkles Oberteil

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Egal ob es um die passende Größe, die tägliche Laufzeit oder die richtige Konnektivität geht, unsere visunext Experten beraten Sie gerne unverbindlich, damit Sie die passende Display-Lösung erhalten.
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